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J's Traumseite
vom 24.07.2004
Nr. 141
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Vera (23) träumt:

"dass ich von Zuhause losgehe und irgendein Ziel habe. Kurz vor dem Ziel merke ich, dass ich keine Schuhe und keine Socken mehr anhabe. Wenn ich am Ziel angekommen bin, stehe ich nicht nur barfuß da, sondern hab´ nur noch ein Unterhemd an.
Dann wache ich meist auf."
Barfuß im Hemd
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"AM ZIEL ANGEKOMMEN, HABE ICH SCHUHE UND SOCKEN VERLOREN"

Hi Vera,

Barfüßigkeit im Traum ist meist ein Bild für das Empfinden, der "harten" Realität schutzlos ausgeliefert zu sein. In eine ganz ähnliche Richtung weist auch das Traummotiv, nur mit dem Unterhemd bekleidet zu sein. Es steht für das peinliche Gefühl, sich bloßgestellt zu haben, allen äußeren Scheins entledigt zu sein, eben "im Hemd dazustehen".

Also, Vera: du schaffst es zwar, deinen Aufgaben im Beruf oder im Privatleben nachzukommen (mit ihnen "ans Ziel zu kommen"), allerdings mit dem Gefühl, dabei nicht allen Erwartungen gerecht geworden zu sein, an Image verloren zu haben, sich dabei ein bisschen lächerlich gemacht zu haben. Und da du diesen Traum häufiger träumst, sieht es ganz danach aus, als stünde es mit deiner Selbstsicherheit, mit deinem Selbtswertgefühl nicht zum Besten.

Andererseits: du kommst zwar mit Verlusten ans Ziel, aber du kommst dort immerhin an! Auf Normalmaß gestutzt sozusagen und nicht ohne einiges an Ansprüchen und Vorsätzen "auf dem Weg" gelassen zu haben. Aber vielleicht dadurch auch wieder reduziert auf das Eigentliche und Wesentliche, und mit einem Gewinn an Realitätsbewusstsein. Denn welch intensivere Beziehung zur Realität kann es geben, als ganz unmittelbar (also ohne Schuhe und Strümpfe) "auf dem harten Boden der Tatsachen" zu stehen.

Mach´s gut.
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Johannes deutet einen Traum Johannes
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